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Nachhaltige Nutzung trägt zum Erhalt bei

Um knapp 1 Prozent nimmt die Waldfläche in den Tropen jährlich ab. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Eine nachhaltige Forstwirtschaft, die den ökonomischen Wert des Waldes für die betroffenen Länder erhält, trägt zum Schutz der Naturwälder bei.

Anteil der tropischen Wälder

Die tropischen Wälder haben ein Anteil von rund 50 Prozent an der Waldfläche der Erde. Laut Angaben der FAO (Food and Agriculture Organisation) nahm die Fläche der tropischen Wälder in den 90er-Jahren um knapp 15 Millionen Hektar pro Jahr ab – dies ist weniger als 1 Prozent der gesamten Fläche.



Anteil der Waldfläche weltweit

Gründe für Abnahme der Waldfläche



Das rasante Bevölkerungswachstum in den tropischen Schwellen- und Entwicklungsländern wirkt in unterschiedlicher Weise auf den Bestand der tropischen Wälder: Mehr und mehr Land wird für den relativen unproduktiven Wanderfeldbau (Subsistenzwirtschaft) genutzt, große Waldflächen für den Anbau von Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Exportprodukten umgewandelt, für Industrie- und Energieprojekte und Siedlungsräume gerodet sowie zur Gewinnung von Bau- und Brennholz genutzt. In den Entwicklungsländern der tropischen Zone macht die Brennholznutzung den überwiegenden Anteil am Einschlag aus (in Afrika bis zu 90 Prozent).

Wert des Waldes erhalten

Der Beitrag zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft in den tropischen Wäldern besteht im Wesentlichen darin, den Wert des Waldes zu erhalten. Dafür ist es erforderlich, dass Waldbewirtschaftung und Waldnutzung die Existenz lokaler Industrien sichern und dass die Weiterverarbeitung tropischen Holzes für den Export die Grundlage der einheimischen Holzwirtschaft bildet. Die Danzer Group ist bereits seit Jahrzehnten in Afrika industriell tätig. Das Engagement wird begleitet von Investitionen in wettbewerbsfähige und soziale Strukturen, um so eine nachhaltige und ökonomisch rentable einheimische Holzwirtschaft aufzubauen.

Nachhaltige Forstwirtschaft in tropischen Wäldern

Die industrielle Holznutzung ist beispielsweise in West- und Zentralafrika einer der wenigen funktionierenden Branchen, die Arbeitsplätze und Einkommen ebenso schaffen wie Steuer- und Exporteinnahmen. Nachhaltige Forstwirtschaft kann einen entscheidenden Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung leisten und trägt gleichzeitig zum Schutz tropischer Wälder bei.

Boykott ist keine Lösung

Der Boykott tropischer Hölzer wirkt dagegen kontraproduktiv und schadet den tropischen Wäldern mehr, als dass er zu ihrem Erhalt beiträgt. Ein Boykott ändert nichts an den wichtigsten Ursachen der Abholzung. Durch einen Verzicht auf Produkte aus Tropenholz brechen dessen Preise ein. Sinkende Erträge aus der Holzproduktion haben zur Folge, dass einige Entwicklungsländer Waldflächen verstärkt anders nutzen, etwa für die Landwirtschaft.

Selektiver Einschlag in Afrika

International werden jährlich circa 126 Millionen Kubikmeter Tropenholz produziert. Davon stammen 64 Prozent aus Asien, 26 Prozent aus Lateinamerika und 10 Prozent aus Afrika. Im Kongobecken etwa wurden 2003 rund 0,46 Kubikmeter pro Hektar Waldfläche eingeschlagen, in den USA 1,3 Kubikmeter und in der Europäischen Union 2 Kubikmeter Holz pro Hektar Wald. Die Danzer Group schlägt in den 3 Millionen Hektar umfassenden eigenen Konzessionen im Kongobecken alle dreissig Jahre einen Baum auf der Fläche eines Fußballfeldes.




Alle 30 Jahre wird ein Baum auf der Fläche eines Fußballfeldes geschlagen.

Illegaler Holzeinschlag ein ökologisches und ökonomisches Problem

Ein weiteres wichtiges Prinzip nachhaltiger Holzverarbeitung ist die Kontrolle der Herkunft der Stämme um sicherzustellen, dass kein Holz aus illegalem Einschlag in Umlauf kommt. Illegaler Holzeinschlag zerstört nicht nur wichtige Ökosysteme. Er hat auch weit reichende ökonomische Folgen. Im unfairen Wettbewerb mit illegalem Tropenholz können Unternehmen, die in nachhaltige Waldbewirtschaftung investieren, kaum bestehen. Illegaler Holzeinschlag ist insbesondere in Indonesien ein Problem. Schätzungsweise die Hälfte des dortigen Holzes (60 Millionen Kubikmeter) wird illegal geschlagen – fast doppelt so viel wie in Afrika insgesamt an Tropenholz eingeschlagen wird.

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Artikel "Can logging save biodiversity"

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Französischer Artikel

Bonne gestion forestière SIFORCO

 

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